Buckelwale in Samaná

Buckelwale in der Bucht von Samaná

WALBEOBACHTUNG IN SAMANÀ (Januar bis März)

Spektakulär anzusehen ist es, wenn sich ab Jahresbeginn bis circa Mitte/Ende März jedes Jahr Herden von Buckelwalen vor der Küste von Samaná einfinden. Die Buckelwale kommen in die Bucht von Samaná, sich hier zu paaren und den Nachwuchs auszutragen. Aus ihrem Heimatgebiet, den kalten Polarmeeren, kommend, legen die Herden jedes Jahr tausende von Kilometern zurück.

Buckelwale werden bis zu 13 Meter lang können bis zu 30 oder 40 Tonnen auf die Waage bringen. Im Vergleich zu anderen Walarten besitzen sie auffällig große Brustflossen, die ca. ein Drittel der gesamten Körperlänge ausmachen können. Zwischen fünf und acht Jahre braucht ein Buckelwal bis zur Geschlechtsreife und kann anschließend alle zwei bis drei Jahre ein Junges zur Welt bringen. Auch für menschliche Ohren betörend wirken die Wal-Gesänge, mit denen die Bullen versuchen, ihre erwählte Partnerin zur Paarung zu verführen.

 

Samaná liegt im Norden der Dominikanischen Republik, an der Atlantikküste, und ist verkehrstechnisch von überall auf der Halbinsel gut zu erreichen. Von Santo Domingo aus dauert die Autofahrt nach Samaná etwa 3 Stunden. Die Fahrt geht über die neue und gut ausgebaute mautpflichtige Autobahn, die Santo Domingo mit dem Norden des Landes verbindet. Von Santo Domingo aus liegt La Romana etwa eine Autostunde und etwa zwei Autostunden von Punta Cana entfernt. Samaná ist ein touristisch gut erschlossenes Dorf, das mit allem aufwarten kann, was das Touristen-Herz begehren kann. Unmittelbar vor Samaná gelegen ist die Insel Cayo Levantado, die auch als „Bacardi-Insel“ bekannt ist. Besonders beliebt ist diese Insel wegen ihres herrlich weissen und feinen Muschelstrandes und dem glasklaren Meer, die den Besucher erwarten …

 

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Ein einziges Hotel ist auf der Insel angesiedelt – das Bahia Principe Cayo Levantado, ein Luxus-Ressort vom Feinsten …

Der Ausflug nach Samaná beginnt zeitig am Morgen … Unmittelbar nach Anlegen des Kreuzfahrt-Schiffes geht es zum Treffpunkt mit dem Guide des Ganztages-Ausfluges, der die Gäste am Kreuzfahrt-Hafen erwartet und zum klimatisierten Ausflugs-Bus bringt. Von La Romana geht es dann in Richtung Santo Domingo, wo sich unmittelbar nach Boca Chica die Ausfahrt zur neuen Autobahn Santo Domingo – Samaná befindet. Die neue Autobahn verfügt neben zahlreichen Mautstellen auch über spektakuläre Teilstrecken, die einem ob der mannigfaltigen Vielfalt der Landschaft und typisch karibischen Vegetation den Atem stocken lassen können … Zahlreiche bergige Strecken und enge Kurven liegen auf dem Weg, bis man nach einer Fahrt von etwa 2 Stunden in Samaná ankommt …

Vom Sammelpunkt am Hafen von Samaná geht es dann per Motorboot oder Katamaran in Richtung der nördlich gelegenen Gewässer … Obligatorisch ist das Anlegen der Schimmwesten und empfehlenswert ist die Verwendung der verfügbaren seetauglichen Beutel, um die zum Ausflug mitgebrachten, eigenen Habseligkeiten vor dem Meerwasser zu schützen … es kann schon recht feucht an Bord des Bootes werden, wenn der Skipper sein Bestes tut, um sich möglichst nahe an die Buckelwale heranzupirschen … der Mindestabstand wird jedoch aus Sicherheitsgründen immer bei ca. 50 Metern liegen …

Es kann schon eine Weile dauern, bis man auf die ersten Buckelwale trifft, doch die Ausdauer lohnt sich.

Ein dunkler, langer Schatten unter der Meeresoberfläche und Verwirbelungen im Wasser deuten auf die Präsenz der Giganten hin. Trotz ihrer unglaublichen Grösse sind die Buckelwale in ihrem Element behend und bewegen sich manchmal schneller, als man die Kamera in Anschlag bringen kann. Geduld ist hier gefragt.

Die Buckelwale verlieren schnell ihre Scheu und manchmal scheint es, daß sie die Nähe des Neugierigen spüren und das Bedürfnis haben, ihre Wendigkeit und ihre Kunststücke im Wasser zeigen zu wollen. Mit einem langsamen Auftauchen zeigt der Wal seine enormen Ausmaße. Seine Körperlänge übersteigt bei Weitem die Länge der Boote in der unmittelbaren Gegend. Mit seinen Brustflossen grüßt der Wal die Besucher und wenn er mit seiner Schwanzflosse auf das Wasser klatscht, regnet nachher Meerestropfen.

Eine Vierteldrehung im Wasser und die Brustflossen des Wales ragen meterweit aus dem Wasser, schwingend, als ob der Wal ein herzliches Hallo an die Besucher senden wollen würde … Es handelt sich bei der ersten Sichtung des Ausfluges wohl um ein Wal-Weibchen, denn es nähert sich recht schnell ein anderer Buckelwal. Offensichtlich ein Männchen, denn bei seiner Ankunft beginnt er das Weibchen zu umschwimmen, stupst es mehrmals zärtlich an und beginnt mit seinem – auch für menschliche Ohren – betörenden Walgesang. Es hört sich an wie eine Mischung aus Weinen und Flehen, romantisch fast. Und das Weibchen bleibt nicht unbeindruckt. Tanzen mag wohl am ehesten beschreiben, was sich anschließend sehen lässt. Flirten in der Walsprache – romantisch und zärtlich mutet die Balz zu Wasser an.

Rivalenkämpfe unter den Bullen sind keine Seltenheit und gehen einher mit Drohgebärden, wie einem weit geöffneten Maul, aber auch abdrängen und einander rammen sind keine Seltenheit. Dies beobachtet man am Besten aus sicherer Entfernung, aber das wissen die Skipper von Samaná bestens abzuschätzen.

Hat sich ein Paar dann endlich gefunden, sind es wenige Stunden, die sie zusammenbleiben, bis sich die polygamen Buckelwale anderen Partnern zuwenden.

Etwa 12 Monate dauert die Tragzeit der Buckelwal-Weibchen und in der Gegend, wo die Fortpflanzung stattfand, kommen dann auch die Jungtiere zur Welt. Circa 4 Meter messen die „Babies“ bei ihrer Geburt und verbringen das erste Lebensjahr stets nahe bei der Mutter. Nach einem Jahr und einer Säugezeit von 6-10 Monaten messen die Jungtiere meist mehr als das doppelte ihrer Geburtsgröße. mit 5 Jahren und einer durchschnittlichen Länge von 12 Metern wird das Jungtier geschlechtsreif. Im Abstand von etwa drei Jahren kann ein Weibchen Junge gebären.

Mit 15 Jahren gilt ein Buckelwal als ausgewachsen und erreicht seine endgültige Größe von 13-15 Metern.